Bioschmierstoffe - Einführung

Für den Begriff „Bioschmierstoff“ gibt es keine allgemein gültige und verbindliche Festlegung.
Neben dem Begriff „Bioschmierstoff“ wird manchmal auch von biogenen oder biobasierten Schmierstoffen gesprochen.
Um Missverständnisse zu vermeiden, wird auf diesen Internetseiten generell der Begriff „Bioschmierstoff“ verwendet. Darunter werden folgende Produkte verstanden:
Bioschmierstoffe werden überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffe hergestellt und sie sind biologisch schnell abbaubar.
Als nachwachsende Rohstoffe werden für die Produktion von Bioschmierstoffe pflanzliche Öle oder tierische Fette verwendet. In Deutschland kommt vor allem Rapsöl zum Einsatz. Für die Herstellung eines Schmierstoffs können die pflanzlichen Ölen in nativer Form verwendet werden, oder sie werden in einer chemischen Modifikation zu synthetischen Estern umgebaut.
Insbesondere in dieser Form lassen sich aus pflanzlichen Ölen Hochleistungsschmierstoffe herstellen, die den mineralölbasierten Schmierstoffen in jeder Hinsicht ebenbürtig sind.
Bioschmierstoffe können in allen Anwendungsbereichen von Schmierstoffen Verwendung finden. Mittlerweile sind mehr als 500 verschiedene Produkte am Markt erhältlich.
Gerade durch ihre schnelle biologische Abbaubarkeit kommen Bioschmierstoffe aber immer noch hauptsächlich in umweltsensiblen Bereichen zum Einsatz. Dies gilt z.B. für die Forst- und Bauwirtschaft. In letzter Zeit gewinnen allerdings Einsatzgebiete, in denen die biologische Abbaubarkeit nur eine untergeordnete Rolle spielt, zunehmend an Bedeutung, z.B. die Metallverarbeitung.
In den Jahren 2000 bis 2008 hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Einsatz von Bioschmierstoffen durch ein entsprechendes Markteinführungsprogramm unterstützt. Durch dieses Programm wurde der Marktanteil von Bioschmierstoffen vergrößert. Dennoch machen Bioschmierstoffen am Gesamtschmierstoffmarkt lediglich ca. 3 % (das entspricht ungefähr 35.000 t) aus.





